Bild vom Wahlkreuz

Jetzt Radverkehrspolitik wählen! © Christoph Evers, ADFC Velbert

Kommunalwahl 2020 - Parteiencheck

 

Wir haben die Wahlprogramme der Parteien unter die Lupe genommen und geprüft, was sie für den Radverkehr machen möchten.

 

(Verkehrs-)politik gestaltet entscheidend den Radverkehr in einer Kommune mit. Am 13. September sind Kommunalwahlen in NRW und damit auch in Velbert. Dann werden u. a. Stadtrat und Bürgermeister gewählt, die in den kommen fünf Jahren unsere Situation und insbesondere auch die Radverkehrssituation in Velbert und den Stadteilen vorgeben werden. Hier werden also Weichen gestellt, die am 13. September jeder von uns beeinflussen kann.

Als ADFC Ortsgruppe Velbert haben wir uns die Wahlprogramme der Parteien angeschaut und einmal zusammengefasst, welche Statements wir zum Thema Radverkehr gefunden haben. Dabei haben wir zum einen direkte Statements aufgenommen als auch indirekte. Beispiel:

Direkt: „Wir machen uns stark für eine eigene Radfahrspur auf dem innerstädtischen Ring“

Indirekt: „Tempo 30 auf allen innerörtlichen Straßen mit Ausnahme weniger, wichtiger Durchgangsstraßen“

Die Auflistung soll ohne Wertung geschehen und ist rein als Information für euch gedacht. Natürlich sieht jede Partei auch noch andere Schwerpunkte und Themen vor. Darauf können wir hier natürlich nicht eingehen.

Nachfolgend haben wir die Parteien in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Die Statements erscheinen in der Reihenfolge, in der sie auch im jeweiligen Wahlprogramm erwähnt werden. Gab es ein Lang- und ein Kurzprogramm, so beziehen wir uns auf das Kurzprogramm, um für alle Parteien die gleiche Chance zu wahren. Sollten wir etwas vergessen oder übersehen haben, so bitten wir um eine kurze Info und werden es entsprechend ergänzen oder anpassen.

AfD

Kein Wahlprogramm für Velbert verfügbar.

CDU

„Wir setzen uns für die Anbindung an die „Angertalbahn“ ein, damit Velbert-Mitte endlich an das S-Bahn-Netz angeschlossen wird.“

„Wir möchten, dass dunkle Wegeverbindungen, wie der Panorama-Radweg, hell beleuchtet werden“

„Wir wollen, dass mehr Tempo-30-Zonen in Wohngebieten eingerichtet werden.“

„Wir möchten Radverkehr in der Fußgängerzone zulassen – ohne Fußgänger zu gefährden.

„Auf einer ausgewiesenen Spur soll der Radverkehr von den Fußgängern getrennt werden.“

„Wir machen uns stark für eine eigene Radfahrspur auf dem innerstädtischen Ring.“

„Wir wollen den Durchgangsverkehr, insbesondere den Lkw-Verkehr, aus der Velberter Innenstadt verbannen.“

„Wir wollen für mehr Mülleimer auf dem Panoramaradweg sorgen.“

Quelle: https://09edbab9-ad36-436d-a261-1e0cbfd6f50b.filesusr.com/ugd/ae2056_b20cdb2bfa814a4ba7c4f3cf00c43553.pdf

DIE LINKE

Kein Wahlprogramm online publiziert. Auf Nachfrage keine Rückmeldung.

FDP

„Verstärkten Neu- und Ausbau von Radwegen“

„ein Verkehrskonzept ohne zusätzliche Aus- und Neubauten von Straßen und Tangenten“

„ein Lärmschutzkonzept mit innerstädtischem Tempo 30 statt Kosten für Flüsterasphalt und passiven Lärmschutz“

„Bessere ÖPNV- und Radwegeverbindungen zwischen den drei Stadtteilen“

Quelle: http://www.fdp-velbert.org.liberale.de/sitefiles/downloads/2013/2020_08_06_FDP_Velbert_Wahlprogramm.pdf

GRÜNE

 „Verkehrswende hin zu mehr Fahrradverkehr[…]“

„Tempo 30 auf allen innerörtlichen Straßen mit Ausnahme weniger, wichtiger Durchgangsstraßen“

„Gleichberechtigung der Verkehrsmittel und damit aller Verkehrsteilnehmer (Autos, Fahrräder, Fußgänger usw.)“

„zusammenhängendes Radwegenetz inner- und außerorts“

„vollwertige Radstationen am Busbahnhof (ZOB) und an den S-Bahnhöfen“

„intelligente Parkraumbewirtschaftung zur Verminderung des Flächenverbrauchs“

„Ein zukunftsgerechtes Verkehrskonzept heißt, dem ÖPNV und dem Radverkehr viel mehr Bedeutung zu geben und mehr Verkehrsraum zu widmen. Darüber hinaus muss der ÖPNV dichter vernetzt und günstiger werden.“

„die Erschließung der umliegenden Erholungsgebiete durch neue verbundene Fahrradwege.“

„deutlich mehr und bessere Parkmöglichkeiten für Fahrräder, incl. abschließbarer Fahrradboxen“

„Den Ausbau des Radwegenetzes mit Anschluss des Panoramaradwegs“

Quelle: https://www.gruene-velbert.de/wp-content/uploads/2020/08/KW2020_Wahlprogramm_Velbert_kurz.pdf

PIRATEN

Wahlprogramm enthält keine fahrradbezogenen Inhalte.

Quelle: https://wiki.piratenpartei.de/NRW:Kreis_Mettmann/Velbert

SPD

„Die SPD wird das Radfahren in Velbert als Teil eines modernen umweltfreundlichen Mobilitäts-konzeptes fördern. Wir werden weitere und sichere Radwege schaffen, zur Freizeit und als wichtige Infrastruktur. Besondere Priorität hat die Radanbindung von Langenberg nach Velbert über das Birkental.“

Quelle: https://www.spd-velbert.de/wp-content/uploads/sites/73/2020/07/Wahlprogram.pdf

UVB

„Wir empfehlen die Errichtung und Verknüpfung von Wander- und Radfahrwegen rund um die Ortsteile, um eine Entflechtung des individuellen Radfahrverkehrs und des individuellen Autoverkehrs zu erreichen.“

„Dem Schutz von Radfahrern als Verkehrsteilnehmer (ohne Knautschzone) gegenüber dem individuellen Autoverkehr, muss hohe Priorität eingeräumt werden.“

Quelle: https://uvb-velbert.de/wp-content/uploads/20200724_zukunftsprogramm_uvb_2020-25.pdf

Velbert anders

„Nachdem der Fahrradweg zwischen Nierenhof und Kupferdreh fertiggestellt ist, böte sich die Chance, durch die Anbindung von Langenberg an den Panoramaradweg, den Freizeitwert nochmals zu steigern und weitere Besucher in den historischen Stadtkern zu lenken, mit positiven Auswirkungen auf die Gastronomie und den Einzelhandel.“

Quelle: https://www.velbert-anders.de/images/velbert/Flyer_Velbertanders-Kommunalwahl2020_WEB.pdf

 

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https://velbert.adfc.de/artikel/kommunalwahl-2020-parteiencheck

Häufige Fragen von Alltagsfahrern

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 200.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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